Die Fakes (Lügner und Betrüger auf den Partnerportalen)

Oftmals wirst Du auch auf Personen treffen, die nicht wirklich existieren.

Hä, wie jetzt?

Einige windige Geschäftsleute gehen hin und stellen Bilder von sehr attraktiven Frauen und Männern in die Partnerportale, in der Gewissheit das Du sie anschreiben wirst, ein. Zum Teil werden sie Dich auch anschreiben und animieren. Hier geht es dann nur darum, Dich für kostenpflichtige Flirt-Hotlines und andere kostenpflichtige Portale zu begeistern. Hierbei handelt es sich leider um eine gemeine Abzocke, mit welcher Du aber mit Sicherheit konfrontiert werden wirst.

 

Merkmale dafür an einen Fake geraten zu sein sind kein klarer Profiltext der Person, keine weiteren Angaben bei Merkmalen oder Fragen, sehr attraktives professionelles Foto ähnlich wie in einem Katalog, Angabe von einer Web- oder E-Mail-Adresse im Profiltext, Angabe von Web- und/oder E-Mail-Adresse und/oder Mobilfunknummer gleich in der ersten Nachricht, der Hinweis dass es sich um eine vereinsamte Frau handelt mit direkten Sex- oder Treffangeboten, … .

 

Beliebt sind derzeit Nachrichten von Damen aus den Ostblockländern mit der Bitte den weiteren Nachrichtenverkehr über E-Mail abzuwickeln. Hier geht es darum, E-Mail-Adressen zu sammeln und zu verhindern, von den Profilbetreibern gesperrt zu werden.

 

Das Ganze erst in einer E-Mail zu verpacken wirkt wohl seriöser.

 

Webadressen sind meistens im Profiltext verboten. Von daher wirst Du häufiger diese Form lesen. „3 x w Punkt ich_will_sex Punkt de“. Sehr kreativ, oder?

 

Ein weiteres Problem stellen die Bildersammler dar. Hierbei handelt es sich aber zum überwiegenden Teil um Männer, was gerade für Frauen, welche sich für andere Frauen interessieren, zum Problem wird. Oftmals werden diese von Männern getarnt als Frauen angeschrieben und zum Bildertausch aufgefordert. Du kannst Dir sicherlich denken, dass es sich hierbei oft um erotische Fotos handelt. Ich empfinde dies als moralisch verwerflich, wenn sich Männer unter Frauen mischen bzw. sich als solche ausgeben.

 

Der einzige Schutz den Du hier hast sind Dein Gefühl und die gnadenlose Meldung an den Provider. Diese werden Deine Meldung prüfen und die Profile von Fakes im Regelfall direkt sperren.

 

Früher oder später wirst Du ein Gefühl dafür bekommen, wann es sich um einen Fake handelt und wann nicht.

 

In der Anlage „Beispiele Fakes“ findest Du einige Beispiele für Dieselbigen. Auf eine Korrektur der Rechtschreibung habe ich weitestgehend verzichtet, da ich sie authentisch halten wollte. Es werden oft bewusst Rechtschreibfehler eingebaut, damit das Schreiben echter wirkt. Einige Dinge musste ich aus Abmahngründen „weißen“. Die freien Stellen im Text sind also Nicknamen, Webadressen oder Telefonnummern, und kein stilistischer Fehler. Ich denke mal, dass es sich vorwiegend um Personen handelt, welche Dich zum Simsen animieren möchten und für jede SMS eine prozentualen Anteil vom Provider kassieren. Dies ist aber eine reine Mutmaßung.

 

Eine Masche geht auch folgender Maßen. Dein Profil wird entweder ohne Foto oder von einem überdurchschnittlich gut aussehenden Menschen besucht. Die Gegenseite registrierte dies und anschließend hast Du eine Nachricht oder einen Gästebucheintrag mit der Aufforderung eine SMS zu senden oder eine bestimmte Seite zu besuchen. Neu ist auch, dass jetzt SMS mit der Aufforderung versandt werden das Portal xyz zu besuchen, weil dort eine Nachricht auf Dich wartet.

Oftmals wird eine völlig unverbindliche Domain angegeben, welche dann auf einschlägige Seiten weitergeleitet wird. Auch hier läuft vieles über Provisionsmodelle.

 

Hüte Dich vor 0190er-Telefonnummern,-Link und -Dialer-Programmen! Über kurz oder lang wird hier nur einer glücklich, nämlich der Anbieter dieser dubiosen Geschäftsmodelle. Na ja, und vielleicht die Telefonprovider.

 

Rechtliche Informationen findest Du auf der Homepage der Regulierungsbehörde unter www.regtp.de.

 

Hier einmal ein Mustertext, falls Du Dir nicht sicher bist, ob Du es mit einem Fake zu tun hast.

 

„Hallo, danke für Deine Nachricht. Bei Nachrichten, welche direkt die Handynummer enthalten liegt bei mir immer der Verdacht nahe, dass es sich um Fakes bzw. um neue Geschäftspraktiken handelt. Allerdings könnte ich mich ja auch irren. In diesem Fall bitte ich um Entschuldigung. Nun, wie können wir jetzt weiterkommen. Sende mir doch einfach erneut eine Nachricht, wo Du zumindest meinen Nicknamen verwendest. Mein Postfach unter wesiris@gmx.de freut sich auch über Nachrichten.

 

Anschließend können wir dann gerne Handynummern austauschen.

 

Beste Grüße! Wes“

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